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robertkoch - 26.10.2009 - 14:09:44

kennt ihr die seite www.provisionsverbot.de? bitte die petition an die bundesregierung lesen + bei einverständnis "ich unterschreibe" anklicken!

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Antworten
mk - 26.10.2009 - 14:18:08

Das kann man schon unterstützen! Wenn man sich anschaut, was den Vertrieben an Provisionen geboten wird, kann einem schon anders werden. Da gibt es Genußscheine für die der Vertrieb zwischen 10 und 15% Provision bekommt. Oder aber sogenannte "unsecured loans" die in UK mit bis zu 7/8% provision für Internetplattformen verbunden waren. Und, nicht zu vergessen, der Vertrieb von Immobilienkrediten an ALLE Amerikaner, der mit einer Provision von 10% und mehr verbunden war. Angeblich sind damals eine Reihe von Scheckbetrügern u. ä. direkt aus dem Gefängnis angeheuert worden... Insofern lohnt es sich schon, das generelle Anreiz-System "Vertriebsprovision" zu überdenken.


mk_74 - 26.10.2009 - 20:40:58

Und wieder einmal zeigt sich, dass der quirin bank das Wasser nicht mehr bis zu den Knien sonder schon bis zum Hals steht. Eine Werbepetition (die Werbung mit den Gesetzestexten war ja schon ein Millionenflop und die 6% Renditewerbung wurde wegen fehlender Beweise untersagt) in niedrigster Bildzeitungsmanier (ich sagen nur „verhindern Sie die nächste Finanzkrise“), die noch nicht einmal Hausfrauenpsychologen überzeugt (Verzeihung an die angeblich 553 Anleger, die wohl aus einem unüberlegten Impuls heraus auf ich unterzeichne geklickt haben.). … Es wird z.B. bei Fonds als Provisionsfalle „Verwaltungsgebühren, Performancegebühren, Transaktionskosten“ aufgeführt oder dann unter Mogelpackung auf die „Performance-Fee“ aufmerksam gemacht, mit dem Hinweis, dass es so etwas bei der quirin nicht gibt. Hallooooo!!! Jeder Fonds im Depot eines quirinbank-Kunden widerspricht dieser Aussage. Maximal den Ausgabeaufschlag kann die quirinbank zurückgeben, die anderen Gebühren kann die quirin gar nicht an den Kunden zurückführen. Jeder der dieses Beispiel versteht, versteht auch welchen Blödsinn Herr S. wieder einmal von sich gibt. ... Hier geht es einzig und allein um Werbung mit dem ewig gleichen Thema. Und wenn es nicht um Werbung geht, dann wäre dies ein Hilferuf nach Regulierung durch den Staat (weil man es aus eigener Kraft nicht schafft) – wie erbärmlich. ... @robertkoch: Mir ist aufgefallen, dass immer wieder viel Werbung von dir für die quirin gemacht wird. Bist du angestellt bei der quirin?


robertkoch - 26.10.2009 - 21:57:37

nein, mk74, ich bin nicht bei der quirinbank angestellt, finde aber deren ansatz interessant, wobei ich das ficoba-experiment als noch überzeugender betrachte. im übrigen lässt der ton deines pamphlets gewisse zweifel an deiner objektivität aufkommen...hast du bei einem verbot des auf-teufel-komm-raus-verkaufens + dem wegfall wucherischer provisionen evtl. existenzängste?


mk_74 - 27.10.2009 - 12:32:59

Zu diesem Thema ist eine 100%-ige Objektivität aufgrund der subjektiven Betrachtungsweise, die jeder von uns zwangsläufig einnimmt, unmöglich. (Habe ich aber auch nicht für mich in Anspruch genommen.) Ich habe hier ARGUMENTE mit klaren Worten gewürzt, um damit auch eine weiter Diskussion anzuregen. Wenn du dies als Pamphlet verstehen möchtest, so ist dies eben deine subjektive Sicht der Dinge. ____
Falls ich dich mit meiner Frage – ob du für die quirin arbeitest – persönlich verletzt haben, so möchte ich mich bei dir entschuldigen. Es war nicht meine Absicht. Wir wissen alle, dass es Unternehmen gibt, die User speziell für positive Forenbeiträge bezahlen. Das wollte ich wissen und wenn du mir sagst, dass dies nicht der Fall ist, so glaube ich dir dies auch. ___
Um deine Frage zu beantworten. Nein, ich bin von keinerlei Provisionen abhängig. Ich habe die meiste Zeit als Lehrer und/oder Projektberater (kein Verkauf) gearbeitet. ___
So jetzt aber zurück zum Thema: Ich musste mir mal von einem Veganer zum Mittagessen einen Vortrag anhören, was für ein schlechter Mensch ich bin, weil ich mein Schweineschnitzel esse. Am Ende habe ich ihn gefragt, warum ich mein Schnitzel nicht genießen darf aber er sich von einer Echtlederjacke wärmen lässt. Worauf will ich hinaus? Mir diesem offenen Brief werden auch Kosten an den Pranger gestellt, die selbst die quirin bank beansprucht bzw. gar nicht zurückgeben kann. Zudem erhebt die quirin bank den Anspruch ein innovatives Unternehmen zu sein, schreit aber bei Problemen gleich nach staatlicher Regulierung. (Klingt für mich so inkonsequent wie der Veganer.) Ich habe hier meine Meinung mit Beispielen und Argumenten gestützt und bin absolut bereit andere ARGUMENTE in meine bisherigen Ansichten einzubeziehen. Wenn mir hier jemand also erklären kann, warum dieser offene Brief kein Aufruf nach staatlicher Regulierung ist oder mir zeigt, dass die quirin keine Transaktions- oder Verwaltungsgebühren erhebt, hat jetzt die Möglichkeit dazu. ;-)


ilse - 27.10.2009 - 12:56:12

ich bin noch am nachdenken aber ich ich glaub das mans unterschreiben sollte, wobei die provisionsgeier doch keine angst haben müssen: sone gesetze läst die regierung doch von ackermann & co. schreiben. passiert schon nix!


patricia - 27.10.2009 - 13:18:01

Da es im wesentlichen um versteckte Gebühren und Provisionen geht, habe ich die Petition als 601. unterschrieben.


mk - 27.10.2009 - 13:48:18

na ja, einen gewissen werblichen charakter kann man der Seite sowie der Formulierung auf keinen Fall absprechen. Die Quirin muss sich da schon fragen lassen, inwiefern "gutgläubige" User und Mit-Unterschreiber nicht vor den eigenen Karren gespannt werden. Das ist - zugegeben - eine Gradwanderung. Auf der anderen Seite ist es zumindest als legitim zu bezeichnen, den eigenen Ansatz mit allen (erlaubten) Mitteln verstärkt zu positionieren. Als "unabhängiger" darf er das durchaus. Wobei, so unabhängig ist er ja nicht. Ich denke sein größer Shareholder war die ex Sachsen LB und dürfte nun die LBBW sein. Insofern ist er partiell/indirekt auch state-owned. (Witzig ;-)) Es erinnert mich auf jeden Fall an eine Vorgehensweise, die wir "anno dazumal" bei der damals sehr jungen DAB BANK durchgeführt haben. Damals hatten wir mit dem Deutschen Aktieninstitut die Maßnahme "Aktionäre in Aktion" gegründet und wollten im Rahmen einer Unterschriftensammlung ein Mehr an Aktionärskultur/-demokratie einfordern. Wir haben auch eine Menge an Unterschriften bekommen (wenn ich mich recht erinnere, so um die 40.000!!) Allerdings auch den Vorwurf, dass wir das nur machen würden, um Interessenten-Adressen zu generieren. Ja, das war sicher auch einer der Gründe, aber eher ein "positiver Seiten-Effekt" wie man das so schön nennt. Wir haben dann lange überlegt was wir mit den Adressen machen und haben sie dann NICHT verwendet. Natürlich haben wir aber die Unterschriften an die passenden Stellen in Bonn/Berlin überreicht. Das schon... Will sagen: Ich würde das heute nicht mehr machen, eben weil es eine Gratwanderung ist.


Honorarbanker - 27.10.2009 - 15:20:31

Guten Tag,

um die Frage direkt zu Beginn zu klären: Jawohl, ich bin Angestellter der quirin bank. Ich bin aber nicht seit heute Mitglied, weil mich mein Arbeitgeber dafür bezahlt, sondern weil mich einer meiner Kunden auf diesen Thread aufmerksam gemacht hat und ich zu den hier gemachten Aussagen Stellung beziehen möchte.

1)Die quirin bank hat ihren break-even noch nicht erreicht, ist diesbezüglich aber voll im Plan, da dieser erst für Ende 2010 geplant ist. Aktuell sieht es so aus, als ob dieses Ziel in der gesetzten Zeit erreicht wird. Daher entbehrt die Aussage uns „stände das Wasser bis zum Hals“ jeder Grundlage.

2)Es handelt es sich bei der Petition nicht um eine reine „Gut-Menschen“-Aktion, natürlich verfolgen wir einen werblichen Hintergrund. Dies liegt aber schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass wir nun einmal Deutschlands einzige Honorarberatungsbank sind. Andere Institutionen, die sich ebenfalls einer fairen und offenen Behandlung der Anleger verschrieben haben, unterstützen uns deshalb auch (wie der Verbund deutscher Honorarberater, die deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, der Anlegeranwalt Tilp, u.a.).

3)Wir können sehr wohl mehr als den Ausgabeaufschlag an den Kunden zurückgeben. Nämlich die versteckten kick-backs, die von den Fondsgesellschaften an die verwahrenden Banken ausgeschüttet werden.
Der Rest der Gebühren wird tatsächlich durch die Fondsgesellschaft aufgebraucht und kann somit nicht ausgeschüttet werden. Aber genau aus diesem Grund raten wir unseren Kunden, die deutlich kostengünstigeren ETFs zu nutzen und halten nur in Ausnahmefällen oder bei Kundenwunsch aktiv gemanagte Fonds im Kundendepot.

Worum es uns sowohl bei unserer täglich Arbeit, als auch bei dieser Petition geht, ist den/die Kunden aufzuklären und ihm alle Fakten anhand zu geben.
Wir glauben, es kann keine gute Beratung im Kundeninteresse geben, wenn Provisionsinteressen eine Rolle spielen. Wenn der Kunde weiß, dass bspw. ein geschlossener Fonds ihn 5% Agio und 11% kick-back kostet und er der Meinung ist, dass sich diese Investition trotzdem trägt, dann soll er kaufen. Wenn er es aber nicht weiß, kann er keine vernünftige Anlageentscheidung treffen.

Natürlich sind auch wir keine karitative Einrichtung, sondern wollen Geld verdienen. Aber wir wollen es fair tun und den Kunden wissen lassen, wofür er uns wieviel bezahlt.

Einer weiteren Diskussion sehe ich gespannt entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
Colin Binnenbruck


Welt-Strategie - 27.10.2009 - 15:23:09

Man könnte sagen, da versucht jemand etwas gutes zu tun. So gut ist es aber letztendlich nicht gemeint.
Aus Sicht der Allgemeinheit und da verstehe ich den Verbraucherschutz überhaupt nicht, sollten Honorarberatungsmodelle durchaus etwas kritischer beäugt werden, denn: Provisionsberatung ist bislang kostenlos, es sei denn es kommt zu einem Geschäftsabschluss. Die Honorarberatung ist da nicht so generös.
Versteckte Gebühren dürfen nicht mehr erhoben werden, sondern diese sind auf Nachfrage offenzulegen.
Unterschreiben sollte somit in erster Linie der, der künftig gerne ein Honorar für Anlageberatung bezahlen mag.


mk_74 - 27.10.2009 - 16:53:34

Allerdings sehe ich mich als einen Anleger, der in der Lage ist eigenständige Entscheidungen zu treffen, wie wohl jeder andere Anleger auch. Niemand wird daran gehindert zur quirin bank zu wechseln. Niemand hindert die quirin bank, entsprechend ihrem Konzept Produkte anzubieten. Alle sind also absolut frei, Entscheidungen zu treffen, die für die quirin bank sprechen. Niemand, der diese Petition unterschreibt, wird daran gehindert Kunde der quirin bank zu werden. WARUM soll einem Anleger also das Recht genommen werden, sich gegen die Ideen der quirin bank zu entscheiden? Der Markt regelt sich bekanntlich selbst. Wenn die Anleger sich also gegen Provisionen etc. entscheiden wollen, so haben sie doch mit der quirin die Möglichkeit dazu. ___ Ich bin aber eindeutig dagegen den Anlegern den Willen einer Bank aufzuzwingen, denn dazu wird in dieser Petition aufgerufen. Wenn diese Petition nicht als reiner Werbezweck dient, dann stellt sie in meinen Augen einen Aufruf zur Bevormundung der Anleger dar.
______________
@Colin Binnenbruck: Also gehörte der 20%-ige Personalabbau im Juni/Juli zum Plan. Interessant. Mich würde interessieren, ob die Gekündigten auch davon wussten? Vielleicht liest einer der Betroffenen dies und berichtet, ob er/sie dies eingeplant hatte?



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