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superfiffi - 15.05.2018 - 10:01:07

BGH lässt Dashcamvideos als Beweismittel zu

https://www.t-online.de/auto/recht-und-verkehr/id_83773550/bgh-laesst-dashcam-aufnahmen-vor-gericht-als-beweis-zu.html

Was haltet ihr von diesem Urteil?

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Waterkant - 15.05.2018 - 11:48:30

Ich habe mir schon einen großen Vorrat Papiertüten zugelegt um in Zukunft ungefilmt über die Straße gehen zu können. Ich hoffe, dass das BVerfG dem einen Riegel vorschiebt.


Colonius - 15.05.2018 - 14:06:21

als nächstes wird dann wohl die Dashcam am Arbeitsplatz erlaubt sein um Mobbing dokumentieren zu können.Wo soll das hinführen.....


mirfaelltnixmehrein - 15.05.2018 - 16:32:18

Keine schlechte Idee, aber einige miese Zeitgenossen, die die Bilder nicht automatisch löschen lassen oder sonstigen Unfug damit anstellen, werden es uns verderben.


flabion - 15.05.2018 - 16:46:47

Überwachungskameras wohin man schaut.Jetzt kommen noch die Möchtegerndedektive dazu.Ungeahnte Möglichkeiten bieten auch Videodrohnen Die Privatsphäre stirbt scheibchenweise.


J.Malberg - 15.05.2018 - 16:58:19

Ich kann das Gekreische nicht verstehen!

Wenn die Dashcam nur wenige Minute vor | nach dem Unfall aufnimmt ist das eine gute Sache um einen Unfallhergang zu klären.

Es gibt unzählige die auf ihren Schaden beim Unfall sitzen geblieben sind, weil der Unfallhergang nicht aufklärbar war.

Es sind ja keine Aufnahmen im Privatbereich,


Flo1979 - 15.05.2018 - 17:08:50

Naja, es kommt auf die Umsetzung an.
Technisch gesehen ist es durchaus möglich, dass man nur Aufnahmen von kurz vor- und nach dem Unfall ansehen kann.
Und, noch besser, man könnte es in der Tat sogar so einrichten, dass nur die Polizei oder sonstige juristische Stellen die Aufnahme einsehen können.

Aber ob das wirklich so kommt...

Ansonsten war das Urteil überfällig. Gibt so viele Schwachmaten auf der Straße, die teils einfach auch aus Unwissenheit meinen sie wären im Recht.


Poet1976 - 15.05.2018 - 17:12:16

Nun, was die Dashcams am Arbeitsplatz angeht, gab es ja schon einige Gerichtsurteile, die für solche Arbeitgeber negativ ausgingen, da sowas am Arbeitsplatz nicht gestattet ist, es sei Kameras, die dem Schutz des Betriebes und auch des Personals zugute kommen (wie z.B. in Supermärkten und so). Diese erlaubten Kameras dürfen aber nicht so ausgerichtet sein, dass sie die Mitarbeiter ausspionieren, da andernfalls wieder Klagen drohen könnten (gab es auch schon und Arbeitgeber, die glaubten clever zu sein, gingen baden).

Also ich sag es mal so, solange diese Cams, zur Aufklärung von Straftaten dienen und nicht zum ausspionieren der Privatsphäre, finde ich solche Kameras vollkommen in Ordnung.

Aber Spionage mit solchen Cams finde ich ganz ehrlich absolut unterste Schublade, vollkommen egal wo diese genutzt werden.

Meine Meinung.


quentitarantino - 15.05.2018 - 17:17:05

Oberflächlich finde ich diese Möglichkeit als Beweismittel ok, die Thematik dreht sich ja um die Aufklärung bei Verkehrs-Unfällen. Sind die Aufnahmen nicht anlassbezogen, dürfen sie nicht verwertet werden.

Nur sehe ich es so, dass die Nutzung einer Dashcam situations-und zufallsbezogen ist. Denn wer fährt denn mit einer Dauerdashcam umher, die nicht erlaubt ist und man hat nicht immer zufällig gleich die Handykamera zur Hand. Es steigt doch theoretisch niemand ins Auto und sagt, so Anschnallen und Kamera an. Es ist auch nicht erlaubt. Aber es gibt mit Sicherheit Menschen, die es damit übertreiben könnten.
Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Verhalten besonders ängstlichen Menschen (ältere Menschen) auf Autobahnen zuzuordnen wäre oder welchen, die es drauf anlegen? Maßgebend ist, dass diese nicht dauernd benutzt werden darf aus datenschutzrechtlichen Gründen. Man darf nicht außer Haus gehen und nun seine unbekannten Mitmenschen beim Autofahren zu filmen, um sie auf Fehler aufmerksam zu machen, a) damit ist nicht unbedingt immer geholfen und b) niemand und nichts ist fehlerfrei. Bei schweren Vergehen (Unfallflucht) oder schwierigen Unfallsituationen kann zukünftig so eine Dokumentation hilfreich sein.
Ich sehe noch das Problem, dass Mitbürger bei Unfällen nun eher mit der Kamera in der Hand dastehen anstatt bei mit der 1. Hilfe zu leisten, die neben der moralischen Verpflichtung auch eine gesetzliche Pflicht ist.
Aber: Am Ende entscheidet immer noch das Gericht, über die Verwertung des Materials und Zulässigkeit.


Flo1979 - 15.05.2018 - 17:26:34

Naja, Quenti.

Das mit der eher Kamera, als erste Hilfe, ist ohnehin schon gegeben. ;)
Smartphones sei Dank.

Und wie gesagt, es ist technisch möglich, dass solche Kameras von einem selbst und dritten, außer z.B. Polizei, gar nicht erst ausgewertet werden können.

Btw., was hier gerade vergessen wird, es ist gar nicht verboten eine Dashcam zu installieren und zu betreiben.
Dürfen, durfte man das bereits vorher schon.
Ich darf lediglich die Daten nicht veröffentlichen und sie wurden, bisher, nicht als Beweismittel anerkannt.


quentitarantino - 15.05.2018 - 17:29:03

Poet1976, ich fände eine Dashcam am Arbeitsplatz ok, wenn ich darüber informiert werde. Ich hätte es ungern, wenn mein Chef mich erwischt, wie ich in der Nase rumpobele oder ähnliches :D Und ich kann ja immer noch entscheiden, ob ich diesen Arbeitsplatz antreten möchte. Allerdings hat es ja auch was mit Vertrauen zu tun. Wenn ein Chef seinen Mitarbeitern nicht vertraut und diese heimlich beobachten lässt, dann ist das kein besonders gutes Arbeitsverhältnis. Wie soll es sich denn da gut arbeiten lassen, und wie soll ich meinem Chef zukünftig gegenüber treten und inwiefern kann ich ihm vertrauen? Und zu sagen hab ich ihm auch nichts mehr, er weiß ja schon alles.



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