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mjbonline - 12.01.2018 - 18:58:29

Für Investoren, die Wert auf Sicherheit und Inflationsschutz legen, führt an einer Beimischung von physischem Gold kein Weg vorbei.
Die aktuellen negativen Realzinsen machen das Halten von Gold attraktiver. Selbst wenn die Zinsen nominal steigen sollten, könnte Gold profitieren, wenn die Geldmengeninflation aufgrund der EZB-Geldpolitik stärker ist als der Zinsanstieg. Dann kann der Zinsanstieg den Kaufkraftverlust des Geldes nicht kompensieren.
Die Frage ist nur, ob Gold wirklich dauerhaft über 2000 USD geht und bleibt. Ist Gold nicht jetzt schon sehr teuer?

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Antworten
polycolor - 12.01.2018 - 19:03:28

Was ist denn der Wert von Gold?

Vertrauen...nicht mehr.
Ich gebe zu: Vertrauen, dass in 5000 Jahren gewachsen ist.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:09:43

In der Vergangenheit wurde der Besitz von Gold immer wieder verboten wenn es kritisch wurde. Die Menschen mussten ihr Gold an den Staat abliefern wenn sie nicht ins Gefängnis kommen wollten.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:10:54

Auf dem Höhepunkt der deutschen Inflation von 1914 bis 1923 erließ die Reichsregierung eine ganze Reihe von Gesetzen und Verordnungen, die in erster Linie eine Unterbindung der Spekulation mit Valuten und eine (zwangsweise) Erfassung sowie Einziehung von Edelmetallen und Devisen im Inland sowie von Vermögenswerten im Ausland zum Ziel hatte. Unter der Regierung von Reichskanzler Wilhelm Cuno (parteilos) ergingen unter dem Eindruck des katastrophalen Währungsverfalls eine Reihe von Verordnungen, die den Handel mit Gold und Devisen beschränkten. Zuwiderhandlungen wurden bestraft, die inkriminierten ausländischen Zahlungsmittel konnten eingezogen werden.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:12:26

Im April 1936 wurde Hermann Göring Rohstoff- und Devisenkommissar und im Oktober 1936 Beauftragter für den Vierjahresplan. Er war zur Durchführung von Maßnahmen verantwortlich, die zu einer Verbesserung der Devisenlage im Deutschen Reich führen sollten. Am 28. Oktober 1936 ordnete Göring eine Ablieferungspflicht für Gold, ausländische Zahlungsmittel und Forderungen in ausländischer Währung bis zum 30. November des Jahres an.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:13:14

Die Gewährung von Straffreiheit bis zum 31. Januar 1937 veranlasste viele Privatpersonen, ihre bisher zurückgehaltenen Gold- und Devisenbestände an die Reichsbank zu verkaufen.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:14:41

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde von den Besatzungsmächten der Alliierte Kontrollrat als höchste Regierungsgewalt in Deutschland eingesetzt. Am 20. September 1945 erließ der Kontrollrat die Proklamation Nr. 2 unter dem Titel „Zusätzliche an Deutschland gestellte Forderungen“, in der eine absolute Sperre über ausländische Vermögenswerte aller Personen, die in Deutschland wohnhaft oder geschäftlich tätig sind, verhängt und die Ablieferung von Gold, Silber und Platin sowie aller ausländischen Banknoten und Münzen an die Alliierten gefordert wurde (Abschn. V Nr. 14 und 15).[48]


Balou_ - 12.01.2018 - 19:16:08

Frankreich 1936
Artikel IV des Gesetzes verhängte eine Zwangsabtretung von Devisen, ausländischen Wertpapieren und Gold an den Währungsstabilisierungsfonds (Fond de stabilisation des changes). Privatpersonen mussten ihren Goldbesitz, soweit er 200 Gramm Feingold überstieg und nicht industriellen oder kommerziellen Zwecken diente, entweder bis 1. November 1936 der Notenbank zugunsten des Fonds verkaufen und zwar zum alten Preis, oder sie mussten ihr Gold bis zum 15. November 1936 beim Schatzamt (Trésor) anmelden und eine Wertzuwachssteuer von 100 Prozent bezahlen.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:17:08

Aufgrund der Zunahme des Goldverbrauchs für industrielle Zwecke und der Abnahme der staatlichen Goldreserven erließ die britische Labour-Regierung unter Premierminister Harold Wilson am 27. April 1966 ein Gesetz, das die Prägung von Medaillen und Gedenkmünzen aus Gold verbot. Ausgenommen von diesem Verbot waren nur Erzeugnisse für den Export und für Sieger von Sportveranstaltungen.[51]

Außerdem wurde jedem britischen Bürger untersagt, Goldmünzen zu erwerben oder weiterhin mehr als vier Goldmünzen zu besitzen. Alle übrigen Münzen sollte er der Bank of England abliefern, die es für die Deckung des Pfund Sterling brauchte. Eine Ausnahme bildeten Münzen, die vor 1838 geprägt wurden. Sammler konnten sich bei der Zentralbank eine Sondergenehmigung einholen.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:18:27

Am 9. Januar 1963 erließ Finanzminister Morarji Desai eine Notverordnung (Gold Control Act), durch die natürliche Personen, Gesellschaften und religiöse Institutionen veranlasst wurden, ihren Goldbesitz anzumelden. Ausgenommen war lediglich Schmuck. Der Goldbesitz wurde grundsätzlich für illegal erklärt. Ausnahmen mussten gesondert genehmigt werden. Goldschmuck durfte künftig nur noch 14 Karat ausmachen, was einem Feingehalt von 585 Tausendstel entsprach, während bisher der übliche indische Goldschmuck einen Feingehalt von 900 Tausendstel hatte. Frei war nur noch der Besitz von 50 Gramm Gold (bzw. 20 Gramm bei Jugendlichen) in nicht zu Schmuck verarbeitetem Zustand.


Balou_ - 12.01.2018 - 19:19:41

Am 5. April 1933 unterzeichnete der Präsident die Executive Order 6102, wonach der private Goldbesitz ab dem 1. Mai 1933 in den USA verboten wurde: „Kraft der mir übertragenen Vollmacht aus Abschnitt 5 (b) des Gesetzes vom 6. Oktober 1917, geändert durch Abschnitt 2 des Gesetzes vom 9. März 1933 mit dem Titel „Maßnahmen zur Bekämpfung des Notstandes bei Banken und für andere Zwecke“, in denen der Kongress einen ernsthaften Notstand erklärte, verkünde ich, Franklin D. Roosevelt, als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, dass der nationale Notstand nach wie vor existiert und entsprechend der Verordnung tritt damit das Verbot des Hortens von Goldmünzen, Goldbarren und Goldzertifikaten durch Personen, Gesellschaften, Vereinigungen und Firmen innerhalb der kontinentalen Vereinigten Staaten in Kraft.“[56]

Das gesamte private Gold (Münzen, Barren und Zertifikate) musste bei staatlichen Annahmestellen innerhalb von 14 Tagen zum festen Goldpreis von 20,67 US-Dollar pro Feinunze abgegeben werden. Ausnahmen bildete Gold, das für industrielle Zwecke, Kunst oder Handwerk benötigt wurde, sowie Goldmünzen und -zertifikate, die den Wert von 100 US-Dollar (inflationsbereinigt 1.852,15 US-Dollar) nicht überschritten. Das Besitzverbot war auf das Inland beschränkt, Goldbestände im Ausland waren nicht betroffen.

Goldbesitzer, die ihr Edelmetall freiwillig abgaben, erhielten eine Abfindung. Entdeckte dagegen der Staat Gold bei einer angeordneten Durchsuchung, enteignete er dieses entschädigungslos. Ein bevorzugtes Ziel von Durchsuchungen waren Tresore und Schließfächer in Banken. Sie wurden versiegelt und durften nur im Beisein eines Beamten der Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten (Internal Revenue Service) geöffnet werden. Die Besitzer waren der Regierung durch Bank- und Versicherungsbelege bekannt.

Bei einem Verstoß gegen diese Verordnung konnte eine Geldstrafe von bis 10.000 US-Dollar (inflationsbereinigt 185.215 US-Dollar) oder eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren verhängt werden oder beides.



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