zum Inhalt springen zur Navigation springen zum Seitenende springen

zum Seitenanfang springen zur Navigation springen
Smart questions banner
Frage
Answers
54
Thumb up
0
Thumb down
0
pezi - 12.01.2018 - 16:14:02

Hallo zusammen,
ich habe mal eine Frage zur Einlagensicherung. Beziehen sich die garantierten 100000€ auch auf den Wert eines Depots? Oder nur auf Girokonten, Sparbücher etc.?

Melden Sie sich an um die Frage zu beantworten!

Antworten
heartofgold - 12.01.2018 - 16:18:27

Ich denke, dass das Depot bei Insolvenz der Bank einfach auf eine andere Bank übertragen wird. Das Depot wird ja nicht plötzlich wertlos.


raigro - 12.01.2018 - 16:24:11

Das Depot ist Sondervermögen und ist bei Insolvenz der Bank nicht gefährdet


pezi - 12.01.2018 - 16:24:17

Der Wert der angenommenen 100000€ auf dem Girokonto geht ja bei einer Insolvenz auch nicht auf Null. Worin liegt denn der Unterschied? Wenn ich ein Depot auf eine andere Bank übertragen kann, warum geht dann das bei einem Girokonto nicht?


pezi - 12.01.2018 - 16:26:42

ok, das mit dem Sondervermögen habe ich verstanden. Wobei mir noch nicht ganz klar ist, warum der Wert eines Girokontos dann kein Sondervermögen ist.


fpu - 12.01.2018 - 16:28:36

Weil der Wert des Girokontos Verbindlichkeiten der Bank gegenüber Dir sind.-


dieter.ott - 12.01.2018 - 18:16:15

... schaut euch auch mal an, womit diese "Garantie" aufgebaut wurde... und wie weit sie reichen würde... und weint dann bitte nicht all zu bitterlich ;-)


karls-smava - 13.01.2018 - 02:37:55

Die Einlagensicherung deckt nur die üblichen Einlagenprodukte bei Banken, also Sichteinlagen (=Girokonto), Tagesgelder, Termingelder, Sparbücher inkl. Sparverträgen und Sparbriefe ab (was habe ich vergessen?). Nicht geschützt sind Nachrangprodukte wie z.B. der Kapitalbrief von Fidor. Bei Fremdwährungskonten hängt es von der tatsächlichen Ausgestaltung ab, bei Fidor fallen sich nicht unter die Einlagensicherung. Edelmetallkonten sind durch das hinterlegte Metall gesichert.

Depots sind Sondervermögen, die separat verwahrt werden. Damit ist dafür eine Einlagensicherung weder möglich noch notwendig. Zwar sind auch von Banken emitierte Zertifikate letztendlich nur so etwas ähnliches wie Anleihen, und Anleihen funktionieren ungefähr so wie Sparbriefe, aber auch für Zertifikate oder Anleihen gibt es keine Einlagensicherung. Man kann pauschal sagen: Alles, was börslich gehandelt wird und alles, was am grauen Markt zirkuliert, fällt nicht unter die Einlagensicherung.

Wie sehr man der Einlagensicherung vertrauen mag, ist eine andere Frage. Eine kleine Bank ist dadurch abgedeckt, eine Großbank nicht mehr.

Ich war mal so frei bei der Entschädigungseinrichtung der Banken (https://www.edb-banken.de/) die für den Einagensicherungsfonds zuständig ist nachzufragen, wieviel Geld die denn auf der hohen Kante haben. Mir wurde geantwortet, dass das nicht veröffentlicht wird. Vorsichtig formuliert würde ich sagen, dass dies nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme ist. Wenn ich meine finanzielle Stärke (bzw. Schwäche) verheimlichen muss, dann ist es damit offensichtlich nicht weit her, zumal sogar Mini-Nationen wie Malta ihre Zahlen offenlegen. - Vgl. hierzu z.B. auch http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/einlagensicherung-milliarden-noch-1.3637566


pezi - 13.01.2018 - 10:31:58

Auf der Seite der EdB steht:
"Die EdB schützt 90 % der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften, maximal den Gegenwert von 20.000 Euro. Eine Entschädigung aus Wertpapiergeschäften kommt dann in Betracht, wenn das Institut pflichtwidrig nicht im Stande ist, im Eigentum des Kunden befindliche und für ihn verwahrte Wertpapiere zurückzugeben."
Wenn ich das richtig verstehe, betrifft dies dann doch auch die Wertpapiere eines Depots.
Was bedeutet das nun in letzter Konsequenz für einen Anleger der bei einer Bank ein Wertpapierdepot z.B. im Wert von 100000€ und ein Tagesgeldkonto von ebenfalls 100000€ hat?
Mir geht es darum, zu verstehen, wie ich meine Einlagen (Tagesgeldkto.) und meine Werpapiere auf einzelne Banken verteilen muss, um im Falle einer Bankeninsolvenz geschützt zu sein. (Mal abgesehen davon, ob die gesetzliche Einlagensicherung dies dann auch leisten kann).


raigro - 13.01.2018 - 11:57:59

Wenn das Institut pflichtwidrig nicht im Stande ist ..... dann bleibt nur die Klage.


raigro - 13.01.2018 - 11:58:48

Ich weiß nicht, ob ich das so schreiben darf, aber gegen Betrug hilft keine Einlagensicherung.



zum Seitenanfang springen zum Seitenende springen