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taotse - 21.04.2017 - 11:31:45

Ich habe verstanden, dass Fidor nicht mit Schufa kooperiert und somit auch die Kontoinhaber nicht bei Schufa registriert sind ; gibt es stattdessen andere Auskunfteien, mit denen Fidor kooperiert? Werden Kontoinhaber mit entsprechender Kontoverbindung an Bundesamt für Finanzen o.ä.mitgeteilt ?

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Antworten
chaoz.bank - 21.04.2017 - 11:46:51

Soweit mir bekannt arbeitet Fidor mit der Creditreform Boniversum zusammen - prinzipiell auch eine Auskunftei - nur andere Daten als die Schufa. (Dazu auch die Datenschutzbestimmungen der Fidor.)

Wie alle anderen Banken auch wird die Fidor Bank die Stammdaten dem BZSt mitteilen müssen, damit beim Kontoabruf die Daten vollständig wiedergegeben werden können. Also ja. Das muss allerdings so ziemlich jede Bank in DE und dabei werden nur Stammdaten übertragen - keine Buchungen etc.


webneo500 - 21.04.2017 - 11:53:35

Ja kann ich bestätigen...die Fidor Bank zieht bei einer externen Bonitätabfrage den Score von Creditreform Boniversum zu rate.


taotse - 21.04.2017 - 12:00:14

Vielen Dank für die Infos


karls-smava - 21.04.2017 - 12:26:57

Fidor kooperiert mit Creditreform. Man kann sich bei https://www.boniversum.de/ kostenlos eine Selbstauskunft geben lassen (habe ich getan) und sieht dort dann auch die Fidor-Anfrage. Soweit ich das aus meiner Datenauskunft ersehen kann, sammelt Boniversum nicht Girokonten, Kreditkarten, Kreditlinien etc. wie das die Schufa macht, sondern nur Kreditereignisse und Mahnverfahren (sprich: hat seine Rechnung nicht bezahlt). Ironie ist, dass bei mir das Schufa-Score besser ist als das vom Boniversum und dass das Boniversum-Score nur auf Basis meines Geburtsdatums, Geschlechts und Wohnort und der Abwesenheit von negativen Zahlungsmerkmalen bestimmt wurde.

Auf Fidor muss Daten für eine Kontenabfrage bereitstellen (§24c KWG, https://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__24c.html). Dabei werden allerdings erstmal keine Daten an das Bundesamt für Finanzen o.ä. mit geteilt. Die Daten werden erstmal für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereit gestellt.

Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) kann auf die Datei zugreifen, allerdings nicht willkürlich, sonder nur "wenn ein Auskunftsersuchen an den Steuerpflichtigen nicht zum Ziel geführt hat oder keinen Erfolg verspricht" §93 Abs. 7 AO. Das gleiche gilt sinngemäß auch für Leistungsempfänger.

Vor dem Abruf muss Dich die Behörde darauf hinweisen, dass das passieren kann (Abs. 9), was aber natürlich Makulatur ist. Einerseits reicht schon ein allgemeines Merkblatt, andererseits definiert der Abs. 9 auch Ausnahmesachverhalte und natürlich gehört dazu, dass keine Information erfolgt, wenn selbige ein Ermittlungsverfahren gefährden würde. In anderen Worten: Man sollte immer davon ausgehen, dass es passieren kann, und die steigenden Fallzahlen deuten eher darauf hin, dass in vielleicht 20 Jahren die Abfrage zur Routine wird. Aber in der Praxis passiert es nicht, wenn man offensichtlich korrekte Angaben ggü. den Behörden gemacht hat. Ein Bankgeheimnis haben wir in Deutschland sowieso schon lange nicht mehr.

Immerhin wirst Du nach dem Abruf informiert.

Interessant ist noch, dass die Rechtsnorm erfordert, dass die Bank nicht erfährt, dass über Dich eine Abfrage vorgenommen wurde. Wie das im Detail umgesetzt ist, würde mich mal interessieren.


superfiffi - 21.04.2017 - 19:31:42

In der Praxis der wichtigste Fall des Kontenabrufs:Bei Forderungen über 500€ kann der Gläubiger den Gerichtsvollzieher beauftragen,den Kontenabruf beim BZSt für den Fall zu beantragen,wenn der Schuldner der Abgabe des Vermögensverzeichnisses nicht nachkommt oder aber nach dessen Abgabe die Vollstreckung nicht zur Befriedigung der Forderung führt.Dann werden dem Gläubiger nicht nur alle deutschen ,sondern sogar alle innerhalb der EU geführten Konten mitgeteilt.



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